Die Berufliche Vorsorge ist ein sehr komplexes Rechtsgebiet. Der Zugang ist nicht einfach, zumal neben dem zwingenden Bundessozialversicherungsrecht das dispositive Privatrecht im überobligatorischen Bereich zur Anwendung gelangt. Nebst den in verschiedenen Gesetzen enthaltenen Rechtsgrundlagen (BVG, FZG, OR, ZGB u.a.m.) kommt der Rechtsprechung des Bundesgerichts eine überragende Bedeutung zu. Immer wieder wird durch klärende Urteile die Jahrzehnte alte Praxis durchgeschüttelt.

Auch heute noch gibt es auf zahlreiche Fragen keine klaren Antworten und neue Problemkreise treten immer wieder auf. Ziel ist es, den Tagungsteilnehmenden Argumente und Entscheidungshilfen zu geben, die in der täglichen Arbeit weiterhelfen.

Schwerpunkte
– Rechtliche und versicherungsmässige Herausforderungen bei Rentnerbeständen
– Leistungsrecht bei Teilinvalidität von Teilzeitlern
– Koordinationsfragen im Leistungsfall
– Spezielle Probleme von Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen
– Revision der Verordnung über die Anlagestiftungen ASV

Donnerstag, 23. Mai 2019, Grand Casino Luzern

Zielgruppe

Die Tagung richtet sich an Mitglieder von Stiftungsräten, Mitarbeitende von Vorsorgeeinrichtungen,  Rechtsberater und an Angehörige der Anwaltschaft und der Rechtspflege.

Programm
08.30 Begrüssungskaffee
09.15 09.20 Eröffnung der Tagung Dr. iur. Hans-Ulrich Stauffer
09.20 09.50 Die Krux mit den Rentenbeständen – Auslegeordnung und Lösungsansätze Dr. iur. Christina Ruggli-Wüest
09.50 10.20 Risiken und Chancen für Pensionskassen mit hohen Rentenanteilen aus versicherungstechnischer Sicht Patrick Spuhler, dipl. phil. II
10.20 10.40 Pause
10.40 11.10 Besondere rechtliche Herausforderungen in Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen Dr. iur. Hans-Ulrich Stauffer
11.10 11.40 Teilerwerbstätigkeit und (Teil-)Invalidität – aktuelle Entwicklungen aus dem Blickwinkel der beruflichen Vorsorge Dr. iur. Markus Moser
11.40 12.10 Bedeutung und Folgen der revidierten ASV für Stifter und Anleger der Anlagestiftung – Rückblick und Ausblick Dr. iur. Aline Kratz-Ulmer
12.10 12.30 Fragen zu den Referaten
12.30 – 14.00 Mittagspause
14.00 14.30 Knifflige Fragen der Leistungskoordination Prof. Dr. iur. Marc Hürzeler
14.30 15.00 Direkte Forderungsrechte von Arbeitslosenversicherungen gegenüber Vorsorgeeinrichtungen? Ein Diskussionsbeitrag zur Rückabwicklung von Vorleistungen der Arbeitslosenversicherung Prof. Dr. iur. Ueli Kieser
15.00 15.30 Vorzeitiges Ausscheiden aus dem Erwerbsleben und Weiterführung der Vorsorge lic. iur. Jürg Brechbühl
15.30 ca. 15.45 Plenum; Fragenbeantwortung
Tagungsleitung

Prof. Dr. iur. Ueli Kieser
Rechtsanwalt, Vizedirektor am Institut für Rechtswissenschaft und Rechtspraxis an der Universität St.Gallen, Titularprofessor an den Universitäten Bern und St.Gallen, Partner bei Kieser Senn Rechtsanwälte, Zürich/St.Gallen

 

Dr. iur. Hans-Ulrich Stauffer
Advokat, Partner Pico Vorsorge AG, Basel, Lehrbeauftragter an der Universität Basel, Basel

Referierende

lic. iur. Jürg Brechbühl
Direktor Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern

 

Prof. Dr. iur. Marc Hürzeler
Sozialversicherungsfachmann mit eidg. FA, Professor an der Universität Luzern, Luzern

 

Dr. iur. Aline Kratz-Ulmer
Rechtsanwältin Hubatka, Müller, Vetter Rechtsanwälte, Zürich

 

Dr. iur. Markus Moser
Geschäftsführer Pensionskassen Novartis, Lehrbeauftragter an der Universität Fribourg, Basel

 

Dr. iur. Christina Ruggli-Wüest
Geschäftsleiterin der BSABB, BVG- und Stiftungsaufsicht beider Basel, Mitglied der Eidg. BVG-Kommission, Basel

 

Patrick Spuhler, dipl. phil. II
Eidg. Dipl. Experte berufliche Vorsorge, Mitglied der Eidg. BVG-Kommission, Prevanto AG, Basel