Konfliktlösung in Unternehmen und Verwaltung
Konfliktlösungskompetenz ist Führungskompetenz. Systemische Ansätze zum Konfliktmanagement, mediative Vermittlungskompetenz und vertiefte analytische sowie kommunikative Fähigkeiten sind Kernbestandteile des CAS Lehrgang «Führungskompetenz Konfliktmanagement».
13. Durchführung: November 2026 bis Juni 2027
Frühbucherpreis bis Ende Juni 2026
Moduldaten:
Modul 1: 2.-5. November 2026, Oberwaid St.Gallen
Modul 2: 25.-27. Januar 2027, Kartause Ittingen, Warth
Modul 3: 15.-17. März 2027, Hotel Sempachersee, Nottwil
Modul 4: 11.-13. Mai 2027, Revier Hotel Säntispark, Abtwil
Modul 5: 14.-17. Juni 2027, riverside Seminar- und Eventhotel, Zweidlen-Glattfelden
| Ziel des Lehrgangs |
In jeder Organisation und in jeder Unternehmung gibt es ungelöste Konflikte. Auseinandersetzungen sind Zeichen einer lebendigen Organisation – bei wachsendem Druck, in Veränderungssituationen oder bei unklaren Abläufen können die Konflikte viele Kräfte binden. Auch bei neuen agilen Formen der Zusammenarbeit braucht es die Kompetenz, Spannungsfelder analysieren und Unklarheiten zur Sprache bringen zu können. Die Fähigkeit, personelle sowie strukturelle Konflikte zielgerichtet und nachhaltig zu lösen, spart Zeit, Geld sowie Energie und trägt zu einem innovationsfreundlichen Arbeitsklima bei.
In der Art und Weise, wie Führungspersonen mit den Konflikten umgehen, schaffen und prägen sie die Unternehmenskultur und können so auch präventiv wirken. Ein konstruktiver Umgang mit Konflikten ist eine Lern und Entwicklungschance für das Unternehmen und die dort arbeitenden Menschen.
Systemische Ansätze zum Konfliktmanagement, mediative Vermittlungskompetenz und vertiefte analytische sowie kommunikative Fähigkeiten sind Kernbestandteile dieses Lehrgangs.
Neben der Vermittlung von theoretischen Kenntnissen sind die Umsetzung und die Arbeit an vorgegebenen oder von den Teilnehmenden eingebrachten Fällen zentral. Mit verschiedenen Unterrichtsformen (Vorträge, Gruppenübungen, Diskussionen, Einzel-arbeit, Rollenspiele, Reflexionsübungen etc.) wird die Theorie in die Praxis übersetzt. |
| Zielgruppe |
Führungskräfte aus Unternehmen und Organisationen, Führungskräfte aus Verwaltung und öffentlichem Bereich, Geschäftsleitungsmitglieder aus KMU, Projekt- und Teamleitende, AnwältInnen, Personalverantwortliche, interne und externe BeraterInnen. |
| Dauer und Umfang |
Der Lehrgang umfasst 17 Präsenztage in 5 Modulen (à 3 bis 4 Studientage). Die Teilnehmenden bereiten sich im Selbststudium auf die Module vor und reflektieren die erlernten Inhalte in einer Lernkontrolle. |
| Modul 1 |
Einführung in das systemische und mediative Konfliktverständnis
Konflikttheorien und Besonderheiten einer Systemtheorie des Konfliktes / Mediativer Blick auf Problemfelder in der Organisation / Funktion von Konflikten in sozialen Systemen / Persönliche und strukturelle Konflikte in unterschiedlichen Systemtypen (Teams, Projekte, Organisationen) / Handwerkszeug für mediative Konfliktgespräche / Eskalationslogiken und Interventionen zur Deeskalation
Leitung: Ljubjana Wüstehube/Torsten Groth |
| Modul 2 |
Mediation und mediatives Handeln
Grundlagen der Mediation und Unterschiede zum mediativen Handeln / Rolle und Haltung der mediativ handelnden Person in ihrem beruflichen Umfeld / Entscheidungshilfe interne Vermittlung/externe Mediation / Mediative Vorgehensweisen für konkrete Herausforderungen im beruflichen Alltag: z.B. für die konstruktive Übermittlung kritischer Botschaften, den Umgang mit Emotionen und die Reaktion auf Kritik / Anwendung in der eigenen Tätigkeit als Führungsperson, ProjektleiterIn, ExpertIn, BeraterIn etc. / Rückblick auf bisher Gelerntes
Leitung: Thomas Flucher/Adrian Kunzmann |
| Modul 3 |
Die Kraft der Emotionen nutzen, von der Konfrontation zur Kooperation führen
Emotionstheorie und ein Phasenmodell, das Schritt für Schritt aufzeigt, wie schwierige Gefühle angesprochen und damit Konflikte geklärt werden / Reflexion des eigenen Verhaltens in Konfliktsituationen, Erkennen von Stressmustern und Entwicklungschancen / Mit einem Persönlichkeitsmodell Konfliktdynamiken verstehen / Methoden zur Bewältigung kommunikativ heikler Situationen im Alltag
Leitung: Thomas Flucher/Adrian Kunzmann |
| Modul 4 |
Praxis und Reflexion des mediativen Führungshandelns
Systemische Prinzipien als Wirkfaktoren in Organisationen / Möglichkeiten des Perspektivenwechsels / Methoden der Selbstreflexion / Körpersprache und nonverbale Kommunikation / Konfliktcoaching: Die Führungskraft im Spannungsfeld von Beratung und Führung
Leitung: Ljubjana Wüstehube/Dirk Splinter |
| Modul 5 |
Management, Konfliktlösung und Führung von Organisationen
Führungsrolle und Führungskonflikt / Diversity und Werteorientierung / Balancieren von Widersprüchen, Paradoxiemanagement / Umgang mit Mobbing und Mobbingvorwürfen / Rückbindung der «lessons learned» aus überwundenen Krisen und Konflikten / Analyse und Probehandeln an Fallbeispielen aus der Praxis der Teilnehmenden
Leitung: Torsten Groth/Ljubjana Wüstehube |
| Programmdirektor |
Prof. em. Dr. iur. Vito Roberto, LL.M. (Berkeley), Rechtsanwalt |
| Studienleitung |
lic. phil. I Francesca Tommasi |
| Konzeption |
Für die Konzeption des Lehrgangs zeichnen die Studienleiterin lic. phil. I Francesca Tommasi und Dr. h.c. Rolf Vetterli, ehem. Kantonsrichter, Mediator, – unter Mitwirkung von Ljubjana Wüstehube, Organisationsberaterin, inmedio berlin – verantwortlich. |
| Referierende |
Ljubjana Wüstehube
Thomas Flucher
Torsten Groth
Adrian Kunzmann
Dirk Splinter |
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Die Lehrgangsleitung behält sich vor, Verantwortliche und Referierende zu ersetzen oder ganz ausfallen zu lassen. Personelle Änderungen sind vorbehalten. |
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| Kosten des Lehrgangs |
Die Kosten des Lehrgangs betragen CHF 12’900.–; Frühbucherpreis bei Anmeldung bis Ende Juni 2026 CHF 11’900.–.
Inbegriffen sind die Kursunterlagen, der Zugang zur Online-Lernplattform, die Prüfungsgebühr, das Zertifikat, die Mittagessen inkl. Mineralwasser + Kaffee und die Pausenverpflegungen. |
| Organisation |
Der Lehrgang wird vom Institut für Rechtswissenschaft und Rechtspraxis (IRP-HSG) der Universität St.Gallen durchgeführt. |
| Zertifikat |
Teilnehmende, die alle Module besucht und die jeweils durchgeführten Lernkontrollen erfolgreich absolviert haben, erhalten das mit 10 ECTS bewertete Certificate of Advanced Studies (CAS) Führungskompetenz Konfliktmanagement HSG. Es handelt sich um universitäres Postgraduate-Zertifikat |
| Zulassung |
Die Teilnehmenden verfügen in der Regel über ein abgeschlossenes Studium (Universität, FH oder PH). Personen mit einem Abschluss auf Tertiärstufe (HF) mit mehreren Jahren Berufserfahrung können sur Dossier zugelassen werden. Die Studienleitung des Instituts für Rechtswissenschaft und Rechtspraxis (IRP-HSG) prüft die eingehenden Anmeldungen und entscheidet über die Zulassung grundsätzlich in der Reihenfolge ihres Eingangs. |
| Zahl der Teilnehmenden |
Pro Lehrgang werden höchstens 24 Teilnehmende zugelassen, damit eine optimale Lehr- und Lernatmosphäre gewährleistet werden kann. Es soll damit der Austausch zwischen Referierenden und Teilnehmenden sowie zwischen den Teilnehmenden selbst gefördert werden. Die Organisatoren behalten sich vor, den Lehrgang nicht durchzuführen, wenn eine Teilnehmerzahl von 16 nicht erreicht wird. |
| Anmeldung |
Bitte melden Sie sich online an und übermitteln Sie uns Ihre Unterlagen (Lebenslauf, Ausbildungsnachweis, Foto) direkt über das Online-Portal. |
| Beratung |
Nutzen Sie die Gelegenheit und rufen Sie uns an, um mehr über diesen Lehrgang in einem persönlichen Gespräch zu erfahren. |
| Anrechnungsmöglichkeiten an weitere Lehrgänge |
Der CAS Führungskompetenz Konfliktmanagement kann an Lehrgänge an der Executive School der HSG angerechnet werden, beispielsweise ist ein Anrechnung für folgende Lehrgänge möglich:
Für Fragen zur Zulassung und weitere Details wenden Sie sich bitte direkt an Bruno Mascello. |